Stratigraphische und sedimentologische Untersuchung der Roten Wand in Vorarlberg und deren hydrogeologische Bedeutung (Westlicher Teil der Nördlichen Kalkalpen)
Publikationen: Thesis / Studienabschlussarbeiten und Habilitationsschriften › Diplomarbeit
Standard
2006.
Publikationen: Thesis / Studienabschlussarbeiten und Habilitationsschriften › Diplomarbeit
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TY - THES
T1 - Stratigraphische und sedimentologische Untersuchung der Roten Wand in Vorarlberg und deren hydrogeologische Bedeutung (Westlicher Teil der Nördlichen Kalkalpen)
AU - Schatzmann, Sabine
N1 - gesperrt bis null
PY - 2006
Y1 - 2006
N2 - Das Gebiet der Roten Wand im Großen Walsertal (Vorarlberg), wurde stratigraphisch sowie faziell neu untersucht. Es erfolgte eine geologische Kartierung als Grundlage für hydrogeologische Untersuchungen. Aufbauend auf diesen Ergebnissen erfolgte die Rekonstruktion der ursprünglichen Positionierung der Faziesräume. Folgende Ergebnisse wurden gewonnen: 1) Dünnschliffauswertungen belegen lagunären Dachsteinkalk mit rhätischen Riffen. 2) Anstatt der Lechtaler Kreideschiefer liegen Kieselkalke der Ruhpoldinger-Radiolarit-Gruppe (RRG) vor. 3) Anhand biostratigraphischer Ergebnisse erfolgt die zeitliche Eingrenzung der Radiolarite auf Callov bis Unter-Tithon. 4) Zwischen RRG und Aptychen Schichten (Ober-Tithon bis Unter-Berrias) existieren keine Brekzienlagen. 5) Aufgrund eines Fossilfundes ist das Dolomitvorkommen nördlich der Roten Wand, das bisher als Hauptdolomit angesprochen wurde, den Gutensteiner Schichten zuzuordnen, d. h. hier liegt eine Überschiebung vor. In der Trias setzen sich die nachgewiesenen Lithologien aus Gutensteiner Schichten, Hauptdolomit, Kössener Schichten, lagunärem Dachsteinkalk und rhätischen Riffen zusammen. Die Lias-Abfolge wird vertreten durch Adneter Kalke sowie Allgäu-Schichten. Der Dogger wird durch Klauskalke sowie RRG repräsentiert. Ab Ober-Tithon erfolgt die Ablagerung von Aptychen Schichten. Somit müssen die bisher vorliegenden geologischen Karten als Grundlage für beispielsweise hydrogeologische Detailuntersuchungen neu bewertet werden.
AB - Das Gebiet der Roten Wand im Großen Walsertal (Vorarlberg), wurde stratigraphisch sowie faziell neu untersucht. Es erfolgte eine geologische Kartierung als Grundlage für hydrogeologische Untersuchungen. Aufbauend auf diesen Ergebnissen erfolgte die Rekonstruktion der ursprünglichen Positionierung der Faziesräume. Folgende Ergebnisse wurden gewonnen: 1) Dünnschliffauswertungen belegen lagunären Dachsteinkalk mit rhätischen Riffen. 2) Anstatt der Lechtaler Kreideschiefer liegen Kieselkalke der Ruhpoldinger-Radiolarit-Gruppe (RRG) vor. 3) Anhand biostratigraphischer Ergebnisse erfolgt die zeitliche Eingrenzung der Radiolarite auf Callov bis Unter-Tithon. 4) Zwischen RRG und Aptychen Schichten (Ober-Tithon bis Unter-Berrias) existieren keine Brekzienlagen. 5) Aufgrund eines Fossilfundes ist das Dolomitvorkommen nördlich der Roten Wand, das bisher als Hauptdolomit angesprochen wurde, den Gutensteiner Schichten zuzuordnen, d. h. hier liegt eine Überschiebung vor. In der Trias setzen sich die nachgewiesenen Lithologien aus Gutensteiner Schichten, Hauptdolomit, Kössener Schichten, lagunärem Dachsteinkalk und rhätischen Riffen zusammen. Die Lias-Abfolge wird vertreten durch Adneter Kalke sowie Allgäu-Schichten. Der Dogger wird durch Klauskalke sowie RRG repräsentiert. Ab Ober-Tithon erfolgt die Ablagerung von Aptychen Schichten. Somit müssen die bisher vorliegenden geologischen Karten als Grundlage für beispielsweise hydrogeologische Detailuntersuchungen neu bewertet werden.
KW - Nördliche Kalkalpen
KW - Vorarlberg
KW - "Kreideschiefer"
KW - Ruhpoldinger-Radiolarit-Gruppe
KW - Aptychenschichten
KW - Gutensteiner Schichten
KW - lagunärer Dachsteinkalk
KW - Allgäuschichten
KW - Adneter Kalk
KW - Northern Calcareous Alps
KW - Vorarlberg
KW - "Kreideschiefer"
KW - Ruhpolding-Radiolarite-Group
KW - Aptychen layer
KW - Gutensteiner Fm.
KW - lagoonal and reefal Dachstein Limestone
KW - Allgäu beds
KW - Adneter limestone
M3 - Diplomarbeit
ER -